Einsatzbereiche

Mit der Sonographie, auch Ultraschall genannt, kann man ohne grosse Risiken in den Körper hineinschauen. Es ist ein bewährtes und dank der konstanten Weiterentwicklung ein sehr modernes Untersuchungsverfahren. Dabei werden mit einer Sonde Ultraschallwellen, die für den Menschen nicht hörbar sind, in den Körper gesendet, dort an den verschiedenen Gewebearten reflektiert und wieder von der Sonde empfangen. Dieses Echo wird vom Ultraschallgerät in ein Bild umgewandelt. Mit der Sonographie können fast alle Organe und Strukturen des Körpers untersucht werden. Da diese Methode ein sehr schonendes Verfahren ist (z.B. keine Strahlenbelastung), hat sie sich zu einem häufig genutzten bildgebenden Verfahren in der Medizin etabliert.

Unsere Sonographie umfasst neben der allgemeinen Sonographie, die kontrastmittelverstärkte Sonographie («contrast enhanced ultrasound», CEUS) und weitere spezielle Ultraschalltechniken, wie z.B. Lebersteifigkeits- und Leberfettgehaltmessungen. Dafür nutzen wir modernste Technologien. . Die Kontrastmittel-Sonographie ist eine moderne Weiterentwicklung der konventionellen Sonographie . Mit ihr wird die Durchblutung der Organe sehr präzise und individuell dargestellt. Dabei ist die räumliche und zeitliche Auflösung einzigartig. Dadurch lassen sich z. B. entzündliche Veränderungen oder Tumore in vielen Organen (z.B. Leber, Pankreas, Milz, Nieren, Darm, etc.) zuverlässig diagnostizieren. Da das Kontrastmittel einfach über die Lunge abgeatmet wird, kann dieses sogar bei reduzierter Nierenfunktion verabreicht werden.

Interventionell-radiologisch werden wir durch unsere Mikrotherapeuten Dr. M. Glenck und Prof. Dr. med. H. Hoppe unterstützt.
Viele aus unserem Team sind bei der Schweizer Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (SEGUM) zertifiziert, was ein hohes Mass an Qualität bietet.

Wie funktioniert diese Untersuchung?

Beim Ultraschall sendet ein kleiner Schallkopf hochfrequente Schallwellen in den Körper. Diese werden von den verschiedenen Geweben unterschiedlich reflektiert.
Die zurückkehrenden Signale werden von einem Computer verarbeitet und in Echtzeit als Bild auf einem Monitor dargestellt.
Für die Untersuchung wird ein spezielles Gel auf die Haut aufgetragen. Dieses verbessert die Übertragung der Schallwellen zwischen Schallkopf und Haut.
Die Radiologin oder der Radiologe bewegt den Schallkopf über die zu untersuchende Körperregion und beurteilt die dargestellten Strukturen direkt während der Untersuchung.

Ist die Untersuchung schädlich?

Ultraschall arbeitet ohne ionisierende Strahlung und gilt als ein sehr schonendes Untersuchungsverfahren.
Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand sind bei medizinischem Ultraschall keine schädlichen Auswirkungen auf den Körper bekannt. Die Untersuchung kann deshalb bei Bedarf auch wiederholt durchgeführt werden.

Unsere Geräte

In der Campusradiologie Bern verwenden wir moderne Ultraschallgeräte mit hochauflösender Bildgebung. Diese ermöglichen eine detaillierte Darstellung von Organen, Geweben und Blutgefässen.
Je nach Fragestellung kommen zusätzlich spezielle Ultraschalltechniken wie Doppler- oder Duplexsonographie zum Einsatz, mit denen auch Blutfluss und Gefässstrukturen beurteilt werden können.

Was erwartet mich?

Eine normale Sonographie dauert zwischen 15-30 Minuten. Dabei wird die Sonde mit etwas Gel auf Ihre Haut aufgesetzt. Das Gel wird benötigt, um eine gute Bildqualität zu erhalten. Die Untersuchung erfolgt nach einem vorgegebenen Schema und es werden je nach Fragestellung Organe und Strukturen auch funktionell untersucht. Z. B. werden Leistenhernien in Ruhe sowie unter Erhöhung des intraabdominellen Drucks durch Pressen untersucht.

Gibt es Risiken oder Kontraindikationen?

Ultraschall ist ein sehr sicheres Verfahren und mit praktisch keinen Risiken verbunden.
Es gibt in der Regel keine Kontraindikationen für eine Ultraschalluntersuchung.
In seltenen Fällen kann das Auftragen des Gels als kühl oder leicht unangenehm empfunden werden.

Was muss ich beachten?

Zur Untersuchung der Bauch- und Beckenorgane/-gefässe sollten Sie nüchtern sein. Das heisst, sechs Stunden vor dem Termin nichts mehr essen und nur Wasser ohne Kohlensäure trinken. Sie dürfen so viel Wasser trinken, wie Sie möchten. Auf kohlensäurehaltige Getränke bitten wir Sie zu verzichten, da Kohlensäure im Darm die Einsicht in die Bauchorgane behindert. Kaffee oder Schwarztee sollten Sie ebenfalls meiden, denn dadurch zieht sich die Gallenblase zusammen und lässt sich nicht mehr untersuchen. Dasselbe gilt für das Rauchen. Ihre Medikamente dürfen Sie gerne mit Wasser zu sich nehmen. Bei Untersuchungen des Bauchraumes und insbesondere der Nieren und ableitenden Harnwege sollte die Harnblase gefüllt sein. Wir bitten Sie höflichst, spätestens ab Eintritt in das Spital nicht mehr zur Toilette zu gehen. Untersuchungen, die nicht den Bauch betreffen, erfordern in der Regel keine speziellen Vorbereitungen..

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