Die interventionelle Radiologie der Campusradiologie am Lindenhofspital Bern bietet moderne, minimalinvasive Behandlungen für eine Vielzahl von Erkrankungen. Mithilfe bildgesteuerter Verfahren können viele Beschwerden gezielt behandelt werden – häufig als schonende Alternative zu einer Operation.

Unter Einsatz modernster Bildgebung führen unsere spezialisierten interventionellen Radiologinnen und Radiologen feinste Katheter, Nadeln und Sonden präzise an den Behandlungsort. Dadurch lassen sich Eingriffe besonders gewebeschonend durchführen und die Erholungszeit für Patientinnen und Patienten oft deutlich verkürzen. 

Unsere Leistungen in der interventionellen Radiologie (Mikrotherapie):

  • Gefässbehandlungen: Gefässeingriffe bei Gefässverschlüssen, Aneurysmen oder Blutungen.
  • Bewegungsapparat: Embolisationstherapie von chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates wie Gelenken, Muskeln und Sehnen.
  • Onkologische Behandlungen: Tumorablationen (Leber, Niere, Lunge), Bildgesteuerte Biopsien, Drainagen und Abszessentlastungen.
  • Behandlungen von Frau/Mann: Endovaskuläre Therapie von Erkrankungen der Frau (Myomembolisation, Uterusarterienembolisation bei Adenomyose, Embolisationstherapie des Beckenvenenstauungs-Syndroms). Endovaskuläre Therapie von Erkrankungen des Mannes (Prostataembolisation, Embolisationstherapie bei Varikocele testis, Therapie der erektilen Dysfunktion).
  • Gallenwege: Gallengangsdrainage und -stent (PTCD)
  • Niere: Therapie von Abflussstörungen der Niere (Nephrostomie).
  • Schmerztherapie und Bewegungsapparat: CT-gesteuerte Nerveninfiltrationen, Gelenksinfiltrationen, Muskuloskelettale Interventionen, Ablation von Osteoidosteomen.
  • Zentralvenöse Zugänge: Portimplantation und zentrale Venenzugänge (PICC)

Einige Erkrankungen und Beschwerden, die wir behandeln:

  • Gutartige Prostatavergrösserung (BPH)
  • Gebärmuttermyome und Adenomyose
  • Beckenvenenstauungssyndrom
  • Varikozele und ausgewählte Formen der erektilen Dysfunktion
  • Tumorerkrankungen von Leber, Niere und Lunge
  • Akute und chronische Gefässerkrankungen
  • Innere Blutungen
  • Abszesse und Flüssigkeitsansammlungen
  • Bandscheibenvorfälle und Spinalkanalstenosen
  • Chronische Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Sehnen- und Ansatzbeschwerden wie Tennisellenbogen oder Achillodynie
  • Osteoporotische und tumorbedingte Wirbelkörperfrakturen
  • Osteoidosteome

Vorteile der interventionellen Radiologie:

  • Minimalinvasiv: Weniger Schmerzen, geringeres Risiko und kürzere Erholungszeiten im Vergleich zu chirurgischen Eingriffen.
  • Hohe Präzision: Dank modernster Bildgebung können Eingriffe exakt geplant und durchgeführt werden.
  • Interdisziplinär: Enger Austausch mit behandelnden Ärzten, Onkologen und Chirurgen für individuell abgestimmte Therapien.

Warum die interventionelle Radiologie am Lindenhofspital?

  • Modernste Technologie: Hochentwickelte Bildgebung ermöglicht präzise und sichere Eingriffe mit minimaler Belastung für die Patientinnen und Patienten.
  • Spezialisierte Expertise: Unsere interventionellen Radiologen verfügen über umfassende Erfahrung und internationale Qualifikationen im Bereich minimalinvasiver Therapien.
  • Individuelle Behandlung: Jede Therapie wird auf die persönliche Situation und die klinische Fragestellung abgestimmt.
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Enge Kooperation mit Urologie, Gynäkologie, Onkologie, Orthopädie, Schmerzmedizin sowie weiteren Fachdisziplinen für eine optimale Versorgung.

Für Patientinnen und Patienten:

Viele Erkrankungen können heute ohne offene Operation behandelt werden. Unsere interventionellen Verfahren ermöglichen eine gezielte Therapie mit möglichst geringer Belastung, kurzer Erholungszeit und hoher Präzision. Unser Team begleitet Sie persönlich von der Beratung über den Eingriff bis zur Nachsorge.

Für Ärztinnen und Ärzte:

Unsere interventionellen Therapien erweitern die Behandlungsmöglichkeiten für zahlreiche Erkrankungen. Überweisungen werden zeitnah bearbeitet, und wir stehen Ihnen für eine fachliche Beratung, gemeinsame Fallbesprechungen sowie die Wahl der optimalen Therapieoption gerne zur Verfügung.

Kontaktieren Sie uns, um mehr über die interventionelle Radiologie der Campusradiologie zu erfahren oder eine Behandlung zu vereinbaren. Wir freuen uns über eine persönliche Beratung.


Ihre Ansprechpartner


Fragen und Antworten zur interventionellen Radiologie (Mikrotherapie)

Hier finden Sie Antworten unserer Spezialisten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema interventionelle Radiologie (Mikrotherapie). Sollten Sie hier keine Antwort auf Ihre Frage finden, stehen Ihnen unsere Radiologinnen und Radiologen gerne zur Verfügung.


Kategorien
  • Was ist interventionelle Radiologie?

    Die interventionelle Radiologie ist ein Teilbereich der Radiologie, bei dem bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder Durchleuchtung gezielt eingesetzt werden, um minimalinvasive Eingriffe am Körper durchzuführen – meist ohne Operation.

  • Was versteht man unter Mikrotherapie?

    Mikrotherapie umfasst hochpräzise, minimalinvasive Behandlungen, bei denen gezielt Erkrankungen behandelt werden – beispielsweise durch Gefässverschlüsse (Embolisation), Schmerztherapien an der Wirbelsäule oder Tumorbehandlungen mit Hitze oder Kälte (Ablationen).

  • Welche Eingriffe werden im Lindenhofspital durchgeführt?

    Am Lindenhofspital bieten wir unter anderem folgende Behandlungen an:

    • Schmerztherapien (z. B. Infiltrationen an der Wirbelsäule)
    • Drainagen bei Abszessen oder Flüssigkeitsansammlungen
    • Gefässeingriffe wie Embolisationen oder Portimplantationen
    • Tumorbehandlungen wie Radiofrequenzablation oder Mikrowellenablation
    • Biopsien unter Bildkontrolle

  • Was sind die Vorteile der interventionellen Radiologie gegenüber einer Operation?

    Die Verfahren sind meist schmerzarm, erfordern keinen grossen Schnitt und keine Vollnarkose. Dadurch ist das Risiko geringer, die Erholungszeit kürzer und der Spitalaufenthalt oft deutlich reduziert oder gar nicht nötig.

  • Ist die Behandlung schmerzhaft?

    Die meisten Eingriffe werden unter lokaler Betäubung durchgeführt und sind gut verträglich. In bestimmten Fällen kann eine Sedation (leichte Narkose) erfolgen, damit Sie sich möglichst wohlfühlen.

  • Wie läuft eine interventionelle Behandlung ab?

    Nach der Anmeldung und Vorbereitung erfolgt der Eingriff unter sterilen Bedingungen. Währenddessen werden Sie kontinuierlich überwacht. Danach bleiben Sie je nach Art des Eingriffs zur Beobachtung und erhalten Anweisungen für die Nachsorge.

  • Wie sicher sind diese Verfahren?

    Interventionelle Eingriffe gelten als sehr sicher und sind wissenschaftlich gut untersucht. Das Risiko für Komplikationen ist im Vergleich zu offenen Operationen gering. Unsere erfahrenen Radiolog:innen besprechen mit Ihnen individuell Chancen und Risiken.

  • Wer entscheidet, ob eine interventionelle Behandlung sinnvoll ist?

    Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem Arzt sowie dem Team der interventionellen Radiologie. Vor jeder Behandlung findet ein ausführliches Aufklärungsgespräch statt.

  • Wie läuft eine Prostataarterienembolisation ab?

    Die Prostataarterienembolisation, kurz PAE, ist eine minimalinvasive Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung. Der Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung und unter Röntgendurchleuchtung. Über einen kleinen Zugang in der Leistenschlagader wird ein dünner Katheter bis in die Beckenarterien vorgeschoben. Anschliessend werden die Arterien der Prostata gezielt mit sehr kleinen Partikeln verschlossen. Dadurch wird die Durchblutung der Prostata reduziert, sodass sie sich in den folgenden Wochen verkleinert.
    Der Eingriff dauert in der Regel etwa eineinhalb bis zwei Stunden und wird im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts durchgeführt. Vor der Behandlung erfolgen eine genaue Abklärung, meist einschliesslich CT- und MRI-Untersuchung der Prostata, Laborkontrollen wie PSA und Nierenwerte sowie eine Beurteilung durch die Urologie. Am Behandlungstag müssen Sie nüchtern sein. Blutverdünnende Medikamente werden nach ärztlicher Rücksprache vorübergehend angepasst oder pausiert.
    Mit der Verkleinerung der Prostata bessern sich Beschwerden wie häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen oder ein abgeschwächter Harnstrahl meist deutlich. Die Behandlung ist gewebeschonend, hinterlässt keine Operationsnarbe und ermöglicht in der Regel den Erhalt von Potenz und Kontinenz.

  • Wie läuft eine Myomembolisation ab?

    Die Myomembolisation ist eine organerhaltende Behandlung symptomatischer Gebärmuttermyome. Der Eingriff erfolgt in örtlicher Betäubung. Über einen kleinen Zugang in der Leistenschlagader wird ein dünner Katheter bis zu den Arterien vorgeschoben, welche die Gebärmutter versorgen. Dort werden feine Partikel eingebracht, welche die Blutversorgung der Myome gezielt unterbrechen. In der Folge schrumpfen die Myome.
    Die Behandlung dauert ungefähr 60 bis 90 Minuten. Üblicherweise ist ein kurzer stationärer Aufenthalt von ein bis zwei Tagen vorgesehen. Vor der Embolisation erfolgen eine gynäkologische Untersuchung, eine geeignete Bildgebung – meistens ein MRI – sowie Laborkontrollen. In einem persönlichen Vorgespräch werden die medizinischen Voraussetzungen, ein möglicher Kinderwunsch und die individuellen Behandlungsziele besprochen. Am Eingriffstag müssen Sie nüchtern sein. Blutverdünnende Medikamente werden nach ärztlicher Rücksprache vorübergehend angepasst.
    Nach der Behandlung gehen Blutungsstörungen, Unterbauchschmerzen und Druckbeschwerden in den meisten Fällen deutlich zurück. Die Gebärmutter bleibt erhalten. Eine spätere Schwangerschaft ist grundsätzlich möglich und wird im Hinblick auf die individuelle Situation vor der Behandlung ausführlich besprochen.

  • Wie läuft eine Tumorablation ab?

    Bei einer Tumorablation wird Tumorgewebe gezielt durch Hitze oder Kälte zerstört. Je nach Art und Lage des Tumors kommen eine Radiofrequenzablation, eine Mikrowellenablation oder eine Kryoablation zum Einsatz. Unter präziser Bildkontrolle, meistens mittels CT oder Ultraschall, wird eine spezielle Sonde durch die Haut direkt in den Tumor eingeführt. Das umliegende gesunde Gewebe wird dabei möglichst geschont.
    Der Eingriff erfolgt in Kurznarkose oder tiefer Sedation und dauert abhängig von Lokalisation und Umfang der Behandlung ungefähr 45 bis 90 Minuten. In der Regel ist ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig. Zur Vorbereitung werden Lage und Art des Tumors anhand vorhandener Untersuchungen wie CT, MRI oder PET-CT genau beurteilt. Zusätzlich kontrollieren wir die Blutwerte und die allgemeine Narkosefähigkeit. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls angepasst werden. Am Behandlungstag bleiben Sie nüchtern.
    Die Tumorablation ermöglicht die gezielte Behandlung kleiner bis mittelgrosser Tumoren, beispielsweise in Leber, Niere oder Lunge, ohne offene Operation. Sie eignet sich insbesondere für Patientinnen und Patienten, bei denen eine Operation nicht möglich oder mit einer erhöhten Belastung verbunden wäre. Die Erholungszeit ist meist deutlich kürzer als nach einem operativen Eingriff.

  • Wie laufen bildgesteuerte Gefässeingriffe ab?

    Bildgesteuerte Gefässeingriffe dienen unter anderem der Behandlung von Blutungen, Gefässverschlüssen, Gefässverengungen und Aneurysmen. Meist wird über einen kleinen Zugang in der Leistenschlagader ein dünner Katheter in das Gefässsystem eingeführt und unter Röntgendurchleuchtung bis zum Behandlungsort vorgeschoben.
    Je nach Erkrankung können Blutungen durch eine Embolisation gestoppt, verschlossene oder verengte Gefässe mit einem Ballonkatheter oder Stent wieder eröffnet oder Aneurysmen mit Coils oder Stentgrafts stabilisiert werden. Der Eingriff erfolgt meistens in örtlicher Betäubung mit zusätzlicher Sedation und dauert abhängig von der Komplexität etwa 30 Minuten bis zwei Stunden.
    Vor der Behandlung erfolgen eine geeignete Bildgebung, beispielsweise eine CT-Angiographie, Laborkontrollen der Nierenfunktion und Blutgerinnung sowie ein ausführliches Vorgespräch. Blutverdünnende Medikamente werden bei Bedarf angepasst. Am Behandlungstag müssen Sie nüchtern sein.
    Die interventionelle Radiologie ermöglicht eine schnelle und gezielte Behandlung akuter und chronischer Gefässerkrankungen ohne offene Operation. Sie ist insbesondere bei inneren Blutungen, Aneurysmen und chronischen Durchblutungsstörungen von grosser Bedeutung und kann häufig zu einer raschen Beschwerdelinderung führen.

  • Wie läuft die Implantation eines Ports oder eines zentralen Venenzugangs ab?

    Ein Portsystem besteht aus einer kleinen Kammer, die vollständig unter die Haut implantiert wird, und einem dünnen Katheter, dessen Spitze in einer zentralen Vene liegt. Der Port wird meistens im oberen Brustbereich eingesetzt. Der Katheter wird über eine Vene am Hals oder unterhalb des Schlüsselbeins eingeführt.
    Die Implantation erfolgt in lokaler Betäubung, bei Bedarf ergänzt durch eine leichte Sedation, und dauert etwa 30 bis 60 Minuten. Unter Ultraschall- und Röntgenkontrolle wird die korrekte Lage des Katheters überprüft. Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt. Das Portsystem ist unmittelbar nach der Implantation funktionsfähig.
    Vor der Behandlung erfolgen eine körperliche Untersuchung, Blutanalysen mit Kontrolle der Gerinnungs- und Entzündungswerte sowie eine Ultraschalluntersuchung der vorgesehenen Vene. Blutverdünnende Medikamente werden nach ärztlicher Rücksprache gegebenenfalls vorübergehend pausiert. Am Behandlungstag kommen Sie nüchtern in die Klinik. Nach der Implantation erhalten Sie genaue Hinweise zur Pflege und weiteren Verwendung.
    Ein Port ermöglicht einen zuverlässigen Gefässzugang für Chemotherapien, Immuntherapien, parenterale Ernährung, wiederholte Infusionen oder Blutentnahmen. Dadurch werden die peripheren Venen geschont und wiederholte Venenpunktionen vermieden. Das vollständig unter der Haut liegende System kann über Monate oder Jahre genutzt werden und benötigt zu Hause keine tägliche Pflege.

  • Wie läuft eine bildgesteuerte Biopsie ab?

    Bei einer bildgesteuerten Biopsie wird eine kleine Gewebeprobe aus einem Organ oder einer auffälligen Gewebestruktur entnommen. Untersucht werden können beispielsweise Veränderungen in Leber, Lunge, Lymphknoten, Knochen oder Weichteilen.
    Die Gewebeentnahme erfolgt unter präziser Bildkontrolle mittels CT, Ultraschall oder in ausgewählten Fällen MRI. Dadurch kann die Zielregion genau erreicht und umliegendes Gewebe möglichst geschont werden. Je nach Lage und Art der Veränderung verwenden wir eine feine Hohlnadel für eine Stanzbiopsie oder ein spezielles Vakuumsystem. Die Behandlung dauert meist etwa 20 bis 40 Minuten und erfolgt ambulant oder mit einer kurzen anschliessenden Überwachung.
    Vor dem Eingriff kontrollieren wir die Blutgerinnung und Entzündungswerte und beurteilen anhand der vorhandenen Bildgebung den sichersten Zugangsweg. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls vorübergehend pausiert werden. Am Untersuchungstag bleiben Sie nüchtern. Nach der Biopsie erfolgt abhängig vom untersuchten Organ eine klinische oder bildgebende Nachkontrolle.
    Die entnommene Gewebeprobe wird anschliessend im Labor histologisch untersucht. Dadurch können beispielsweise Tumoren, Entzündungen, unklare Organveränderungen oder Knochenläsionen genauer diagnostiziert werden. Das Ergebnis bildet häufig die Grundlage für eine gezielte und individuell abgestimmte Therapie und kann eine offene operative Gewebeentnahme vermeiden.

  • Wie läuft die Anlage einer Drainage oder die Entlastung eines Abszesses ab?

    Mit einer bildgesteuerten Drainage können Flüssigkeitsansammlungen gezielt aus dem Körper abgeleitet werden. Behandelt werden beispielsweise Abszesse, Pleuraergüsse, Pankreaspseudozysten sowie Ansammlungen von Galle oder Urin.
    Unter Ultraschall- oder CT-Kontrolle wird über einen kleinen Hautschnitt ein dünner Kunststoffschlauch direkt in die Flüssigkeitsansammlung eingeführt. Die Behandlung erfolgt in örtlicher Betäubung. Die Drainage wird mit einem Auffangbeutel verbunden und verbleibt abhängig vom Befund für einige Tage im Körper. Dadurch können auch grössere Flüssigkeits- oder Eiteransammlungen ohne offene Operation entlastet werden.
    Vor dem Eingriff erfolgt eine Bildgebung zur genauen Lokalisation. Zusätzlich kontrollieren wir die Blutgerinnung, Entzündungswerte und bei Bedarf den Elektrolythaushalt. Blutverdünnende Medikamente müssen je nach Eingriff angepasst werden. Am Behandlungstag bleiben Sie nüchtern. Meist erfolgt die Behandlung im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts.
    Durch die Ableitung wird der Entzündungsherd entlastet, sodass Fieber und Beschwerden häufig rasch zurückgehen. In vielen Fällen kann eine offene Operation vermieden oder bis zu einem späteren Zeitpunkt überbrückt werden. Auch bei einem Gallenstau oder bei Flüssigkeitsansammlungen nach einer Operation kann eine Drainage gezielt für Entlastung sorgen. Die Lage und Funktion der Drainage werden regelmässig kontrolliert. Sobald sie nicht mehr benötigt wird, kann sie wieder entfernt werden.

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