Die Mammographie ist eine Untersuchung der weiblichen Brust mit Röntgenstrahlung, die zur Erkennung von Brustkrebs dient. Eine frühe Erkennung von Brustkrebs ist wichtig, denn je kleiner ein Tumor ist, desto einfacher sind in aller Regel die chirurgischen Eingriffe und desto höher sind die Überlebenschancen. Wir verwenden Tomosynthese-Geräte, die anstelle einer Projektionsaufnahme Schnittbilder herstellen, die die Präzision der Untersuchung verbessern. Im Rahmen des Screenings zeigte die ToSyMa-Studie eine 48% höhere Wahrscheinlichkeit für die Detektion eines invasiven Tumors im vergleich zur herkömmlichen Mammographie.
Von jeder Brust werden in der Regel 2 Ebenen aufgenommen. Hierfür muss die Frau den Oberkörper frei machen und eine Radiologiefachfrau positioniert die Brust zwischen dem Detektor und einer Kompressionsplatte. Die Brust wird soweit wie möglich und gut tolerierbar zusammengedrückt. Dies ist wichtig, um die Strahlenbalestung so gering wie möglich zu halten und hochqualitative Bilder zu erhalten. Im Anschluss wird die Bildqualität von unseren RadiologInnen begutachtet und die Bilder ausgewertet. Ein schriftlicher Befund ergeht zeitnah (in der Regel innerhalb von 24 Stunden) an Ihren Zuweiser oder Ihre Zuweiserin und Sie haben immer die Möglichkeit, das Resultat direkt zu erfahren.
Bei einer Mammographie (0,2-0,4 mSv) ist die Patientin weniger Strahlung ausgesetzt als innerhalb eines Jahres in ihrer natürlichen Umgebung in der Schweiz (4,3 mSv). Die Strahlenbelastung ist also relativ gering.
Für eine Mammographie muss man etwa 10 Minuten rechnen. Die Brust wird im Röntgengerät flachgedrückt, um die Strahlenbelastung so niedrig wie möglich zu halten und hochqualitative Bilder zu erhalten. Typischerweise werden von jeder Seite zwei Bilder angefertigt. Wir sind bemüht, Ihrem überweisenden Arzt das Ergebnis rasch zukommen zu lassen. Gemäss den europäischen Richtlinien nehmen wir bei allen Patientinnen Zweit- und Drittlesungen vor. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir nur bei sehr klaren Befunden das Ergebnis sofort mitteilen können und sich Teilaspekte der Befundung gelegentlich ändern können.
Es ist günstig, eine Mammografie in der ersten Zyklushälfte (1. bis 10. Zyklustag) durchführen zu lassen. Die Brust ist dann hormonell bedingt weniger stimuliert, also weniger empfindlich für die Kompression und für die RadiologInnen besser zu beurteilen. Sie sollten weder Deodorant noch Bodylotion auftragen, damit keine Rückstände den Bildeindruck verfälschen und die Brust nicht aus dem Gerät gleiten kann. In dringenden Fällen kann die Untersuchung natürlich jederzeit stattfinden.
Die Campusradiologie verfügt über mehrere Tomosynthesegeräte der Firmen Hologic und Fuji mit eigener Bildverarbeitung. Damit führen wir die Mammografie für die Patientin so schnell und angenehm wie möglich durch. Die Geräte sind sehr beweglich und auch für Patientinnen im Rollstuhl geeignet. Gleichzeitig sorgen die Tomosynthesegeräte für eine möglichst niedrige Strahlendosis – individuell auf Brustgrösse und Gewebeart berechnet.
Ultraschall-gesteuert Stanzbiopsien: Bei diesem Verfahren wird unter sonographischer Sichtkontrolle eine Nadel in eine verdächtige Veränderung eingeführt wird, um Gewebe zu entnehmen. Dies erfolgt nach Hautdesinfektion unter örtlicher Betäubung und ermöglich eine präzise und minimal invasive Diagnose. Reservieren Sie sich dafür eine Stunde Zeit.
Vakuumbiopsie: Dies ist ein Verfahren zur Gewebeentnahme bei der eine spezielle Vakuumkanüle verwendet wird. Dabei wird nach Hautdesinfektion und örtlicher Betäubung über einen Hautschnitt die Nadel in die Läsion eingeführt. Dieses Verfahren ermöglicht das Entnehmen mehrerer Gewebeproben in einer Sitzung und wird unter Kontrolle einer Mammographie, eines MRTs oder eines Ultraschalls durchgeführt. Es ist minimal invasiv und präzise. Es wird ein Zeitaufwand von 1.5h benötigt. Um das Blutungsrisiko zu minimieren wird ein Druckverband angelegt, den Sie 24 h belassen sollten.
Drahtlokalisationen und Markierungen: Unter mammographischer oder ultraschallgesteuerter Kontrolle kann ein Tumor oder ein Clip mittels Draht vor der Operation markiert werden, damit der Operateur den Befund finden und einfacher entfernen kann.
Sentinel-Darstellung und Spect: Link auf NUK
Gynäkologische Fragestellungen werden vorwiegend mittels MRT und in Einzelfällen mittels CT abgeklärt. Unser spezialisiertes Team untersucht sowohl Tumoren, Endometriose als auch Fehlbildungen und andere gynäkologische Erkrankungen. Hierfür werden unterschiedliche Sequenzen angefertigt und je nach Fragestellung ein gut verträgliches Kontrastmittel appliziert. Um die Darmbewegungen zu reduzieren wird in aller Regel Buscopan von uns verabreicht. Die Untersuchungen dauern ca. 30-45 Minuten.