Der Ultraschall verbindet heute mehrere Verfahren in einer einzigen Untersuchung – von der feinen Gewebedarstellung über die Durchblutung bis zur Gewebesteifigkeit. Strahlungsfrei, schmerzfrei, multiparametrisch und in Echtzeit.

Wo der Ultraschall hilft

Der Ultraschall gehört zu den vielseitigsten Untersuchungen der Medizin. Besonders stark ist er bei den Bauchorganen – Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Niere, Milz und Darm. Ebenso gut beurteilen lassen sich Schilddrüse, Speicheldrüsen und Lymphknoten am Hals sowie die weibliche Brust, bei der er die Mammographie ergänzt und besonders in dichtem Drüsengewebe wertvolle Zusatzinformationen liefert.

Hinzu kommen die Gefässe mit ihrer Durchblutung sowie Muskeln, Sehnen oder unklare Tastbefunde. In der Notfall- und Traumasituation liefert der Ultraschall in Sekunden wichtige Antworten am Krankenbett, und er steuert Eingriffe wie Punktionen und Biopsien präzise und in Echtzeit.

Schallwellen – und fünf Verfahren in einem

Ein Schallkopf sendet Schallwellen aus, deren Echo der Computer in ein Live-Bild umrechnet. Das Besondere am multiparametrischen Ultraschall ist, dass mehrere Verfahren in einer einzigen Untersuchung kombiniert werden können – ohne zusätzliche Belastung.

  • Das hochauflösende B-Bild (Graustufenbild) zeigt feinste anatomische Details.
  • Native Flussverfahren wie der Doppler und die mikrovaskuläre Bildgebung machen Durchblutung und Gefässe ganz ohne Kontrastmittel sichtbar.
  • Die Elastographie misst die Gewebesteifigkeit und hilft, eine Leberverhärtung (Fibrose) oder einen Knoten in Brust oder Schilddrüse besser einzuordnen.
  • Die Steatosemessung bestimmt den Fettgehalt der Leber (Fettleber).
  • Der kontrastverstärkte Ultraschall (CEUS) stellt die Durchblutung von Herden in Echtzeit dar und hilft so, gut- von bösartigen Veränderungen zu unterscheiden.

CEUS und interventionelle Radiologie

Der kontrastverstärkte Ultraschall kann gezielte Biopsien, Punktionen und Gewebeverödungen (Ablationen) unterstützen und deren Erfolg in Echtzeit kontrollieren – schonend und ohne Strahlung.

Eine der schonendsten Methoden überhaupt

Ultraschall arbeitet mit Schallwellen, nicht mit Röntgenstrahlung. Er ist schmerzfrei, hat keine bekannten schädlichen Wirkungen und lässt sich beliebig oft wiederholen – auch in der Schwangerschaft und bei Kindern. Auch das beim CEUS verwendete Kontrastmittel ist nierenschonend und enthält weder Jod noch Gadolinium.

Moderne High-End-Technik

Wir untersuchen mit aktuellen Hochleistungsgeräten, die alle Verfahren des multiparametrischen Ultraschalls in hoher Bildqualität vereinen. Hochauflösende Schallköpfe liefern Tiefe und feinste Details zugleich; Elastographie und Lebersteatose-Messung sind ebenso integriert wie eine empfindliche Fluss- und Mikrogefässdarstellung und die kontrastverstärkte CEUS-Bildgebung.

Interdisziplinär vernetzt

Befunde werden eng mit Gastroenterologie, Chirurgie, Onkologie und weiteren Fachbereichen besprochen – für rasche, abgestimmte diagnostische und therapeutische Entscheidungen.


Fragen und Antworten zu Ultraschall (Sonographie)

Hier finden Sie Antworten unserer Spezialisten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Ultraschall (Sonographie). Sollten Sie hier keine Antwort auf Ihre Frage finden, stehen Ihnen unsere Radiologinnen und Radiologen gerne zur Verfügung.


Ihre Ansprechpartner


Fragen und Antworten zu Ultraschall (Sonographie)

Hier finden Sie Antworten unserer Spezialisten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema Ultraschall (Sonographie). Sollten Sie hier keine Antwort auf Ihre Frage finden, stehen Ihnen unsere Radiologinnen und Radiologen gerne zur Verfügung.


Kategorien
  • Wie läuft ein kontrastverstärkter Ultraschall (CEUS) ab?

    Ist ein CEUS vorgesehen, wird zusätzlich ein dünner venöser Zugang am Arm gelegt. Über diesen wird das Ultraschallkontrastmittel verabreicht. Anschliessend wird die Anreicherung des Kontrastmittels im untersuchten Organ oder in einer Gewebeveränderung in Echtzeit beobachtet.

  • Muss ich mich auf eine Ultraschalluntersuchung vorbereiten?

    Für eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraums sollten Sie in der Regel etwa sechs Stunden nüchtern sein. Stilles Wasser darf getrunken werden; auf kohlensäurehaltige Getränke, Milch und andere Nahrungsmittel sollte verzichtet werden.

  • Was sollte ich zur Untersuchung mitbringen?

    Bitte bringen Sie, soweit vorhanden, die Überweisung, relevante Vorbefunde und Voraufnahmen sowie eine aktuelle Medikamentenliste mit. Bei bekannten Allergien ist gegebenenfalls auch ein Allergiepass hilfreich.

  • Kann ich nach der Untersuchung meinen normalen Alltag fortsetzen?

    Nach einer normalen Ultraschalluntersuchung und in aller Regel auch nach einem CEUS bestehen keine besonderen Einschränkungen. Essen, Trinken, Autofahren und die üblichen Alltagsaktivitäten sind unmittelbar danach wieder möglich.

  • Ist Ultraschall schädlich?

    Ultraschall arbeitet mit Schallwellen und nicht mit Röntgenstrahlung. Die Untersuchung ist schmerzfrei und hat keine bekannten schädlichen Wirkungen. Sie kann deshalb bei entsprechender Fragestellung auch wiederholt durchgeführt werden.

  • Ist das Kontrastmittel bei CEUS belastend für die Nieren?

    Das bei CEUS eingesetzte Ultraschallkontrastmittel enthält weder Jod noch Gadolinium und wird nicht über die Nieren ausgeschieden. Es kann daher auch bei eingeschränkter Nierenfunktion eingesetzt werden.

  • Gibt es Risiken oder Kontraindikationen bei CEUS?

    Nebenwirkungen des Ultraschallkontrastmittels sind selten und meist mild. Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen das verwendete Kontrastmittel sowie bei bestimmten schweren oder instabilen Herz- und Lungenerkrankungen muss die Anwendung individuell abgewogen werden.
    Auch bei Schwangerschaft und Stillzeit wird vor einer CEUS-Untersuchung geprüft, ob der Einsatz des Kontrastmittels erforderlich und sinnvoll ist.

  • Was ist der Unterschied zwischen Ultraschall und Sonographie?

    Es gibt keinen Unterschied, die Begriffe sind Synonyme.

  • Warum kann man den Ultraschall nicht hören?

    "Ultra" heisst jenseits, und Ultraschall bezeichnet Schallwellen, deren Frequenz weit jenseits bzw. oberhalb, der Hörschwelle liegt, die also vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden. Die obere Grenze für gerade noch wahrnehmbare hochfrequente Töne oder Geräusche ist individuell verschieden und beträgt ca. 16 kiloHertz (kHz).

  • Was bedeuten die grauen und schwarzen Anteile im Ultraschallbild?

    Flüssigkeitsgefüllte Körperhohlräume kann der Ultraschall vollständig und ungehindert passieren. Dies stellt sich auf dem Ultraschallbild schwarz dar. Knochen dagegen lassen überhaupt keinen Schall durch und reflektieren ihn vollständig. Auf dem Bild erscheinen Knochen daher als weisse Anteile, und dahinter sieht man nichts mehr, weil der Schall komplett zurückgeworfen wird. Die in ihrer Dichte dazwischen liegenden sonstigen Gewebe stellen sich bei Standardgeräten in unterschiedlichen Graustufen dar. So lassen sich auf dem Ultraschallbild Gewebe unterschiedlicher Schalldichte voneinander abgrenzen. Weil ein ausgebildeter Untersucher gelernt hat, wie Organe und Gewebe normalerweise im Ultraschallbild aussehen, kann er auch die Abweichungen erkennen.

Cookies und Datenschutz

Diese Webseite verwendet temporäre Cookies. Mit dem Verbleiben auf dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung dieser Cookies einverstanden. Diese Cookies werden beim Verlassen dieser Webseite in Ihrem Browser wieder gelöscht. Mehr Informationen über Cookies und Datenschutz finden Sie hier: Datenschutzerklärung