In unserer Abteilung für interventionelle Radiologie bieten wir Ihnen moderne, minimalinvasive Behandlungen unter Bildsteuerung – präzise, gewebeschonend und ohne Operation. Dabei arbeiten wir mit feinsten Kathetern und Kanülen, die unter Echtzeit-Bildgebung millimetergenau an den Zielort im Körper geführt werden.
Unsere Ärztinnen und Ärzte verfügen über die europäische Zusatzqualifikation EBIR (European Board of Interventional Radiology) und behandeln Sie nach höchsten internationalen Standards. Alle Eingriffe erfolgen in enger Abstimmung mit den beteiligten Fachdisziplinen und Grundversorgern.
Die meisten unserer Interventionen können ambulant oder mit kurzem Spitalaufenthalt durchgeführt werden – mit dem Ziel, Ihre Beschwerden gezielt zu lindern und Ihre Lebensqualität rasch zu verbessern.
Einige Erkrankungen und Beschwerden, die wir behandeln:
Viele Erkrankungen können heute ohne offene Operation behandelt werden. Unsere interventionellen Verfahren ermöglichen eine gezielte Therapie mit möglichst geringer Belastung, kurzer Erholungszeit und hoher Präzision. Unser Team begleitet Sie persönlich von der Beratung über den Eingriff bis zur Nachsorge.
Unsere interventionellen Therapien erweitern die Behandlungsmöglichkeiten für zahlreiche Erkrankungen. Überweisungen werden zeitnah bearbeitet, und wir stehen Ihnen für eine fachliche Beratung, gemeinsame Fallbesprechungen sowie die Wahl der optimalen Therapieoption gerne zur Verfügung.
Kontaktieren Sie uns, um mehr über die interventionelle Radiologie der Campusradiologie zu erfahren oder eine Behandlung zu vereinbaren. Wir freuen uns über eine persönliche Beratung.
Hier finden Sie Antworten unserer Spezialisten auf häufig gestellte Fragen rund um das Thema interventionelle Radiologie (Mikrotherapie). Sollten Sie hier keine Antwort auf Ihre Frage finden, stehen Ihnen unsere Radiologinnen und Radiologen gerne zur Verfügung.
Minimalinvasive Behandlung bei gutartiger Prostatavergrösserung (BPH)
Ablauf der Behandlung: Die Prostataembolisation erfolgt in lokaler Betäubung und unter Röntgendurchleuchtung. Über einen kleinen Zugang in der Leistenschlagader wird ein dünner Katheter in die Beckenarterien vorgeschoben. Von dort aus werden gezielt die Arterien der Prostata mit winzigen Kügelchen verschlossen, um die Durchblutung zu reduzieren. Der Eingriff wird im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts durchgeführt und dauert in der Regel 1 bis 2 Stunden.
Vorbereitung: Vor der Behandlung führen wir eine genaue Abklärung durch, meist inklusive CT und MRI der Prostata, Laborkontrolle (z. B. PSA, Nierenwerte) und Beurteilung durch den Urologen. Am Tag des Eingriffs sollten Sie nüchtern sein. Blutverdünnende Medikamente müssen unter ärztlicher Anleitung vorübergehend pausiert werden.
Zu erwartender Nutzen: Die Prostata verkleinert sich in den Wochen nach dem Eingriff deutlich. Beschwerden wie häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen oder Harnstrahl-Schwäche bessern sich meist spürbar. Der Eingriff ist gewebeschonend, hinterlässt keine Narbe und erhält Potenz und Kontinenz.
Mögliche Risiken: Die Prostataembolisation gilt als sehr sicher. Selten kann es vorübergehend zu Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen, leichtem Fieber oder Ziehen im Unterbauch kommen. In sehr seltenen Fällen kann es zu ungewolltem Verschluss benachbarter Gefässe oder einer Harnverhaltung kommen. Diese Komplikationen sind meist gut behandelbar.
Organerhaltende Behandlung bei symptomatischen Gebärmuttermyomen
Ablauf der Behandlung: Die Myomembolisation wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Über die Leistenschlagader wird ein dünner Katheter bis zu den Arterien geführt, die die Gebärmutter versorgen. Dort injizieren wir feine Partikel, welche die Blutversorgung der Myome gezielt unterbrechen. In der Folge schrumpfen die Myome. Der Eingriff dauert etwa 60–90 Minuten und wird im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthalts durchgeführt.
Vorbereitung: Vor der Embolisation erfolgt eine gründliche Abklärung mit gynäkologischer Untersuchung, Bildgebung (z. B. MRI) und Laborkontrollen. In einem Vorgespräch klären wir medizinische Voraussetzungen, Kinderwunsch und individuelle Ziele. Am Eingriffstag bleiben Sie nüchtern. Blutverdünnende Medikamente müssen vorübergehend pausiert werden.
Zu erwartender Nutzen: In den meisten Fällen verringern sich Blutungsstörungen, Schmerzen und Drucksymptome deutlich. Die Gebärmutter bleibt erhalten, was vielen Patientinnen wichtig ist. Eine Schwangerschaft ist nach der Behandlung prinzipiell möglich, sollte aber individuell besprochen werden.
Mögliche Risiken: Nach der Embolisation können Unterbauchschmerzen, Übelkeit oder leichtes Fieber auftreten – das sogenannte "Postembolisationssyndrome", das mit Medikamenten gut behandelbar ist. Selten kann es zu Infektionen oder unregelmässigen Monatsblutungen kommen. Schwerere Komplikationen sind sehr selten.
Gezielte Zerstörung von Tumorgewebe durch Hitze oder Kälte
Ablauf der Behandlung: Bei der Tumorablation wird das Tumorgewebe mithilfe spezieller Sonden zerstört – entweder durch Hitze (Radiofrequenz- oder Mikrowellenablation) oder durch Kälte (Kryoablation). Die Sonde wird unter Bildkontrolle (meist CT oder Ultraschall) millimetergenau in den Tumor eingeführt. Der Eingriff erfolgt in Kurznarkose oder tiefer Sedation und dauert je nach Lokalisation 45–90 Minuten. In der Regel ist ein kurzer stationärer Aufenthalt notwendig.
Vorbereitung: Vor der Ablation klären wir die genaue Lage und Art des Tumors mithilfe von Bildgebung (CT, MRI, PET-CT). Blutwerte und allgemeine Narkosefähigkeit werden überprüft. Blutverdünnende Medikamente müssen im Vorfeld angepasst werden. Am Tag der Behandlung bleiben Sie nüchtern.
Zu erwartender Nutzen: Die Tumorablation ermöglicht eine gezielte Zerstörung kleiner bis mittelgrosser Tumoren ohne Operation. Besonders geeignet ist sie für Patient:innen, bei denen eine Operation zu riskant wäre oder die eine schonende Alternative bevorzugen. Der Nutzen ist oft mit chirurgischen Ergebnissen vergleichbar – bei gleichzeitig kürzerer Erholungszeit.
Mögliche Risiken: Nach dem Eingriff kann es zu lokalen Schmerzen oder vorübergehendem Fieber kommen. Selten treten Blutergüsse oder kleinere Blutungen im behandelten Organ auf. Bei Lungentumoren kann eine vorübergehende Luftansammlung im Brustkorb (Pneumothorax) entstehen, die in wenigen Fällen mit einer Drainage behandelt werden muss. Schwere Komplikationen sind selten.
Behandlung von Gefässverschlüssen, Aneurysmen und Blutungen
Ablauf der Behandlung: Gefässeingriffe erfolgen meist über einen kleinen Zugang in der Leistenschlagader unter Röntgendurchleuchtung. Je nach Fragestellung werden Blutungen gestoppt (Embolisation), Gefässverschlüsse geöffnet (z. B. mit Ballonkathetern oder Stents) oder Aneurysmen mit speziellen Implantaten (Stentgrafts, Coils) stabilisiert. Der Eingriff wird meist in örtlicher Betäubung mit Sedation durchgeführt und dauert zwischen 30 Minuten und 2 Stunden, je nach Komplexität.
Vorbereitung: Vor dem Eingriff erfolgen eine Bildgebung (z. B. CT-Angiographie), Laborkontrollen (insbesondere Nierenfunktion und Gerinnung) sowie ein ausführliches Vorgespräch. Blutverdünnende Medikamente müssen nach Rücksprache ggf. angepasst werden. Am Behandlungstag bleiben Sie nüchtern.
Zu erwartender Nutzen: Die interventionelle Therapie ermöglicht eine schnelle und effektive Behandlung akuter und chronischer Gefässerkrankungen ohne offene Operation. Sie ist besonders wichtig bei Notfällen wie inneren Blutungen oder drohendem Aneurysmariss. Auch chronische Durchblutungsstörungen können gezielt behandelt werden, oft mit rascher Beschwerdelinderung.
Mögliche Risiken: Kurzfristige Nebenwirkungen wie ein Bluterguss an der Punktionsstelle oder lokale Gefässkrämpfe sind möglich, aber meist harmlos. Selten können Gefässverschlüsse, allergische Reaktionen auf Kontrastmittel oder vorübergehende Nierenfunktionsveränderungen auftreten. Diese Risiken sind in der Regel gut beherrschbar.
Gezielte Schmerztherapie bei Bandscheibenproblemen, Spinalkanalstenose oder ISG-Blockaden
Ablauf der Behandlung: Unter CT-Kontrolle wird eine dünne Injektionsnadel millimetergenau an die betroffene Nervenwurzel oder das betroffene Gelenk (z. B. Iliosakralgelenk) geführt. Anschliessend wird eine kleine Menge eines entzündungshemmenden Medikaments (meist Kortison mit Lokalanästhetikum) injiziert. Die Behandlung dauert wenige Minuten und erfolgt ambulant, meist ohne Sedation.
Vorbereitung: Vor der Infiltration benötigen wir aktuelle Bildgebung (MRI oder CT der Wirbelsäule), aktuelle Blutwerte (v. a. Gerinnung) und Informationen zu Medikamenten wie Blutverdünnern. Diese müssen gegebenenfalls pausiert werden. Am Behandlungstag dürfen Sie leicht frühstücken. Autofahren sollten Sie danach für einige Stunden vermeiden.
Zu erwartender Nutzen: Die Infiltration kann Rückenschmerzen, Ischiasschmerzen oder Schmerzen durch ISG-Blockaden gezielt und deutlich lindern – oft schon wenige Stunden nach der Behandlung. Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität und Beweglichkeit, manchmal auch die Vermeidung einer Operation. Je nach Befund kann die Behandlung einmalig oder in mehreren Sitzungen erfolgen.
Mögliche Risiken: Die CT-gesteuerte Infiltration ist sehr sicher. Kurzzeitig kann ein Taubheitsgefühl oder Muskelschwäche auftreten, das sich in der Regel rasch zurückbildet. In sehr seltenen Fällen kann es zu Infektionen, Blutergüssen oder allergischen Reaktionen kommen. Eine bleibende Nervenschädigung ist äusserst selten.
Schonende Behandlung bei Arthrose, Gelenkentzündungen oder Blutungen
Ablauf der Behandlung: Bei der Gelenksinfiltration wird unter Ultraschall- oder Röntgen-Durchleuchtung eine feine Kanüle präzise in das betroffene Gelenk geführt – z. B. Schulter, Hüfte, Knie oder Sprunggelenk. Anschliessend wird ein entzündungshemmendes Medikament (meist ein Kortisonpräparat, teils kombiniert mit Lokalanästhetikum) direkt in den Gelenkspalt injiziert. Die Behandlung dauert wenige Minuten und erfolgt ambulant.
Vorbereitung: Vor der Infiltration sollten aktuelle klinische Befunde (z. B. von Orthopädie oder Rheumatologie) sowie eine Bildgebung des Gelenks (Ultraschall, MRI oder Röntgen) vorliegen. Gerinnungswerte und Blutverdünner werden bei Bedarf überprüft. Eine spezielle Vorbereitung ist meist nicht nötig – Sie können normal essen und trinken.
Zu erwartender Nutzen: Die Injektion kann Schmerzen und Entzündungen im Gelenk rasch und gezielt lindern, besonders bei Arthrose, Gelenkergüssen, rheumatischen Erkrankungen oder postoperativen Beschwerden. Auch bei wiederholten Gelenkblutungen, etwa bei Hämophilie, kann die Behandlung eine langfristige Besserung bringen. Viele Patient:innen berichten über spürbare Erleichterung innerhalb weniger Tage.
Mögliche Risiken: Leichte Schmerzen oder Druckgefühl im Gelenk können vorübergehend auftreten. Sehr selten kann es zu einer Infektion, einer Gelenkblutung oder allergischen Reaktion kommen. Die Behandlung erfolgt unter sterilen Bedingungen, um Risiken zu minimieren. Die Anzahl der Kortisoninjektionen pro Jahr wird medizinisch sinnvoll begrenzt.
Bildgesteuerte Therapien bei Sehnenentzündungen, chronischen Gelenkschmerzen oder Gelenkblutungen
Ablauf der Behandlung: Je nach Erkrankung kommen verschiedene minimalinvasive Techniken zum Einsatz, z. B. gezielte Injektionen an Sehnenansätze (bei Tendinitis), Gelenkverödungen (z. B. Radiofrequenz bei Arthroseschmerz) oder Embolisationen bei chronischen Schmerzen oder Blutungen, etwa bei Hämophilie. Die Bildsteuerung erfolgt meist über Ultraschall oder CT. Die Behandlung ist präzise, dauert in der Regel unter 30 Minuten und erfolgt ambulant oder mit kurzem stationären Aufenthalt.
Vorbereitung: Je nach Intervention benötigen wir eine aktuelle Bildgebung (z. B. MRI, Ultraschall oder CT) und eine genaue klinische Zuordnung des Schmerzes oder der Beschwerden. Blutgerinnung, Entzündungswerte und laufende Therapien werden im Vorgespräch geprüft. Eine besondere Vorbereitung (z. B. Fasten) ist meist nicht nötig, ausser bei tiefer Sedation.
Zu erwartender Nutzen: Die Interventionen können bei chronischen Schmerzen durch Überlastung, Entzündung oder degenerative Veränderungen eine langanhaltende Besserung bringen – oft auch dann, wenn konservative Therapien nicht mehr helfen. Bei Patient:innen mit Hämophilie können wiederholte Gelenkblutungen reduziert werden, was Folgeschäden vermeidet. Auch eine gezielte Schmerzreduktion bei Sehnenansätzen (z. B. Tennisellenbogen, Fersensporn) ist möglich.
Mögliche Risiken: Nach der Behandlung kann es kurzzeitig zu Schmerzen, Schwellung oder einem Bluterguss kommen. Das Risiko schwerer Komplikationen ist gering. Infektionen, Nervenreizungen oder allergische Reaktionen treten sehr selten auf. In der Regel sind die Eingriffe sehr gut verträglich und können bei Bedarf wiederholt werden.
Gezielte Gefässverödung bei übermässiger Entzündung,Sehnenreizung und Gelenksschmerzen
Ablauf der Behandlung: Bei bestimmten chronischen Beschwerden im Bereich von Sehnen, Gelenkkapseln oder Ansätzen kommt es zu einer übermässigen Gefässneubildung – ein Zeichen anhaltender Entzündung. Über einen feinen Katheter, der meist über die Leistenschlagader eingeführt wird, gelangen wir gezielt zu den betroffenen Arealen. Dort verschliessen wir die krankhaft erweiterten Gefässe mit winzigen Partikeln, ohne das umliegende gesunde Gewebe zu schädigen. Der Eingriff erfolgt unter Durchleuchtungdauert etwa 1–2 Stunden und wird in der Regel kurzstationär durchgeführt.
Typische Anwendungsgebiete:
Vorbereitung: Vor der Behandlung benötigen wir eine genaue klinische Zuweisung und eine Bildgebung (z. B. MRI oder Ultraschall mit Kontrast), um das Zielgebiet exakt zu lokalisieren. Zudem prüfen wir Blutgerinnung, Nierenwerte und Entzündungsparameter. Blutverdünner müssen in Rücksprache mit der Haus- oder Fachärztin pausiert werden. Am Behandlungstag bleiben Sie nüchtern.
Zu erwartender Nutzen: Die Embolisation kann Schmerzen und Entzündung deutlich verringern – häufig schon innerhalb weniger Wochen. Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität, Belastbarkeit und Beweglichkeit ohne Operation. Der Eingriff ist besonders dann sinnvoll, wenn konservative Therapien wie Physiotherapie, Infiltrationen oder Medikamente keine ausreichende Wirkung zeigen.
Mögliche Risiken: Die Behandlung ist sehr sicher und wird in spezialisierten Zentren unter modernster Technik durchgeführt. Vorübergehende Schmerzen, leichte Blutergüsse oder lokale Hautreaktionen sind möglich. In sehr seltenen Fällen kann es zu einer ungewollten Gefässverödung oder Nervenreizung kommen. Dauerhafte Komplikationen sind ausserordentlich selten.
Sicherer Gefässzugang für Chemotherapie oder Langzeittherapien
Ablauf der Behandlung: Ein Portsystem besteht aus einer kleinen Kammer, die unter die Haut (meist im Brustbereich) implantiert wird, und einem dünnen Katheter, der in eine zentrale Vene (z. B. Vena subclavia oder Vena jugularis) eingelegt wird. Die Implantation erfolgt in lokaler Betäubung, ergänzt durch eine leichte Sedation, und dauert etwa 30–60 Minuten und wird in der Regel ambulant durchgeführt.Unter Röntgendurchleuchtung kontrollieren wir die exakte Lage des Katheters. Der Port ist sofort funktionsfähig und kann für Infusionen, Blutentnahmen oder Medikamentengaben verwendet werden.
Vorbereitung: Vor dem Eingriff erfolgen eine körperliche Untersuchung, Blutanalysen (insbesondere Gerinnung und Infektionswerte) sowie eine Ultraschalluntersuchung der Hals- oder Schlüsselbeinvene. Blutverdünner müssen unter ärztlicher Anleitung eventuell pausiert werden. Am Behandlungstag kommen Sie nüchtern in die Klinik. Nach der Implantation erhalten Sie genaue Pflegehinweise.
Zu erwartender Nutzen: Ein Port ermöglicht eine schonende, wiederholte Gefässzugangsmöglichkeit – besonders bei Chemotherapie, parenteraler Ernährung, Immuntherapien oder wiederholten Blutentnahmen. Er schont die peripheren Venen, reduziert Schmerzen durch wiederholte Punktionen und kann über Monate oder Jahre zuverlässig genutzt werden. Das System liegt komplett unter der Haut und erfordert keine tägliche Pflege zu Hause.
Mögliche Risiken: Direkt nach dem Eingriff kann es zu einem Hämatom oder Spannungsgefühl im Bereich des Ports kommen. Sehr selten treten Infektionen, Katheterfehlstellungen oder Blutgerinnsel in der Vene auf. Diese Komplikationen sind in der Regel gut behandelbar. Durch sorgfältige sterile Technik und Nachsorge ist das Risiko von Langzeitproblemen gering.
Präzise Gewebeentnahme zur sicheren Diagnosestellung
Ablauf der Behandlung: Bei einer Biopsie entnehmen wir eine kleine Gewebeprobe aus einem Organ oder Gewebebereich – z. B. Leber, Lunge, Lymphknoten, Knochen oder Weichteile. Die Entnahme erfolgt unter Bildkontrolle (meist CT, Ultraschall oder MRI), um die Zielregion exakt zu treffen und umliegende Strukturen zu schonen. Je nach Lokalisation und Technik verwenden wir feine Hohlnadeln („Stanzbiopsie“) oder spezielle Vakuumsysteme. Die Behandlung dauert meist 20–40 Minuten und erfolgt ambulant oder mit kurzer Überwachung.
Vorbereitung: Vor der Biopsie klären wir Ihre Blutgerinnung, Entzündungswerte und die Lage des Zielorgans mithilfe vorhandener Bildgebung (z. B. CT, MRI oder Ultraschall). Blutverdünnende Medikamente müssen eventuell pausiert werden. Am Untersuchungstag bleiben Sie nüchtern, und Sie erhalten eine genaue Aufklärung über den Ablauf und die Nachkontrolle.
Zu erwartender Nutzen: Die Gewebeprobe erlaubt eine sichere Diagnose – z. B. zur Abklärung von Tumoren, Entzündungen, unklaren Organveränderungen oder Knochenläsionen. Oft ermöglicht erst die histologische Untersuchung eine gezielte und individuelle Therapieentscheidung. Der Eingriff ist minimalinvasiv und vermeidet häufig eine offene Operation.
Mögliche Risiken: Die bildgesteuerte Biopsie ist sehr sicher. In seltenen Fällen kann es zu einem kleinen Bluterguss oder leichtem Schmerz an der Einstichstelle kommen. Bei Lungenbiopsien kann sich kurzfristig Luft im Brustkorb ansammeln (Pneumothorax), was in wenigen Fällen eine Drainage erfordert. Infektionen oder stärkere Blutungen sind selten und behandelbar.
Gezielte Ableitung von Eiter, Flüssigkeit oder Gallenstauungen ohne Operation
Ablauf der Behandlung: Bei entzündlichen Flüssigkeitsansammlungen (z. B. Abszessen, Gallenstaus, Pankreaspseudozysten oder Pleuraergüssen) legen wir unter Bildkontrolle (Ultraschall oder CT) einen dünnen Kunststoffschlauch („Drainage“) direkt in die Ansammlung ein. Dies geschieht über einen kleinen Hautschnitt unter örtlicher Betäubung. Die Drainage wird mit einem Beutel verbunden und verbleibt je nach Bedarf für einige Tage. Grössere Eiteransammlungen können so entlastet und konservativ behandelt werden – oft als Alternative zur Operation.
Vorbereitung: Vor dem Eingriff erfolgt eine Bildgebung zur genauen Lokalisation des Befundes. Wir prüfen Blutgerinnung, Entzündungswerte und ggf. den Elektrolythaushalt. Blutverdünnende Medikamente müssen je nach Eingriff angepasst werden. Am Tag des Eingriffs bleiben Sie nüchtern. In der Regel erfolgt die Behandlung mit kurzem stationärem Aufenthalt.
Zu erwartender Nutzen: Durch die Drainage wird der Infektionsherd entlastet, das Fieber sinkt und die Beschwerden verbessern sich meist rasch. In vielen Fällen kann so eine offene Operation vermieden oder überbrückt werden. Auch bei Gallenverhalt (z. B. bei Tumoren oder Gallenwegsinfektionen) oder Urinleckagen nach Operationen kann eine Drainage gezielt Linderung verschaffen.
Mögliche Risiken: Nach der Drainage kann ein leichtes Druckgefühl oder ein Bluterguss im Bereich der Punktionsstelle auftreten. Selten kommt es zu Infektionen, Nachblutungen oder vorübergehender Reizung angrenzender Organe. Die Komplikationsrate ist insgesamt sehr gering. Die Drainage wird regelmässig kontrolliert und bei Bedarf angepasst oder entfernt.