Bei bestimmten chronischen Beschwerden an Sehnen,
Gelenkkapseln oder Sehnenansätzen kann es zu einer verstärkten Neubildung
kleiner Blutgefässe kommen. Diese Gefässe können Ausdruck einer anhaltenden
Entzündungsreaktion sein und zur Fortdauer der Beschwerden beitragen.
Über einen kleinen Zugang, meist in der Leistenschlagader,
wird ein sehr dünner Katheter unter Röntgendurchleuchtung bis zu den
betroffenen Gefässen vorgeschoben. Dort werden die krankhaft vermehrten Gefässe
gezielt mit sehr kleinen Partikeln verschlossen. Der Eingriff dauert etwa ein
bis zwei Stunden und wird je nach Situation ambulant oder kurzstationär
durchgeführt.
Mögliche Anwendungsgebiete sind unter anderem: Tennis-
oder Golferellenbogen, Patellaspitzensyndrom, chronische
Achillessehnenschmerzen, Plantarfasziitis
oder «Fersensporn», chronische
Schulterschmerzen bei Bursitis, gelenknahe
Schmerzen nach einer Prothesenimplantation oder schmerzhafte
aktivierte Arthrose oder Arthropathie.
Vor der Behandlung sind eine genaue klinische Beurteilung
und eine geeignete Bildgebung erforderlich, beispielsweise ein MRI oder eine
Ultraschalluntersuchung. Zusätzlich kontrollieren wir Blutgerinnung,
Nierenwerte und Entzündungsparameter. Blutverdünnende Medikamente müssen nach
ärztlicher Rücksprache gegebenenfalls pausiert werden. Am Behandlungstag
bleiben Sie nüchtern.
Die Embolisation kann Schmerzen und
Entzündungsaktivität deutlich reduzieren. Die Besserung entwickelt sich meist
im Verlauf mehrerer Wochen. Ziel sind eine bessere Belastbarkeit, Beweglichkeit
und Lebensqualität ohne operative Behandlung.